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Gastbeitrag: Warum das manuelle Scrum Board noch längst nicht tot ist

Von Illia Zavelskyi, Simplefactory

Auch die zunehmende Entwicklung von digitalen Scrum Boards ist kein Zeichen dafür, dass die manuellen Scrum Boards an Bedeutung verlieren. Diese 5 Vorteile zeigen, wieso manuelle Scrum Tafeln nach wie vor in jedes Projektteam gehören. 

Die Nutzung der Scrum Methode beschränkt sich schon lange nicht mehr nur auf den IT Bereich. Auch im Change Management, in der Administration und in der Fertigung werden Prinzipien der Scrum Methode angewendet, um die anstehenden Aufgaben ergebnisorientiert abzuarbeiten. Es braucht verständliche Möglichkeiten, damit sich alle Mitarbeiter fokussiert am gemeinsamen Scrum Projekt beteiligen.

Und hier kommt das manuelle Scrum Board ins Spiel.

Zugegeben, manuelle Tafeln sind wohl kaum eine innovative Möglichkeit. Tatsächlich wird mit zunehmender Digitalisierung im Projektmanagement sogar angenommen, dass manuelle Scrum Boards der Vergangenheit angehören, ja sogar mittlerweile tot sind!

Doch diese Annahme ist von Grund auf falsch!

Gehen wir daher auf die wichtigsten Vorteile eines manuellen Shopfloor Boards ein:

  1. Übersichtlichkeit und Transparenz

Fangen wir mit dem Offensichtlichsten an: Eine große Scrum Tafel mitten im Raum wird man wohl kaum übersehen – selbst wenn man wollte. Man muss nur einmal hinschauen und schon sieht man auf den ersten Blick den aktuellen Bearbeitungsstand. Das macht die manuellen Scrum Board sowohl übersichtlich als auch transparent.

  1. Einfaches Verständnis und leichte Zugänglichkeit

Warum kompliziert, wenn es auch einfach geht? Das ist die Logik hinter manuellen Scrum Boards. Es braucht keine langen Einarbeitungen oder Schulungen. Eine Scrum Tafel ist einfach erklärt und leicht verständlich. Diese einfache Darstellung ist auch für Mitarbeiter aus anderen Abteilungen leicht zugänglich. So kann man auch weitere Mitarbeiter für bereichsübergreifende Themen in das Projekt einfach einbinden.

  1. Schnelle Anpassung bei Veränderungen

Doch es ist nicht nur das einfache Verständnis. Auch die Abarbeitung von Aufgaben ist hier einfacher. Vor allem Veränderungen stechen schneller ins Auge. In diesem Fall kann man neue Ideen und Teilaufgaben aufschreiben, die nicht verloren gehen. Ob Sie dafür nun ein Post-It ankleben oder eine Steckkarte einstecken – der Arbeitsaufwand ist hier minimal.  

  1. Bessere Einbindung der Mitarbeiter

Wenn die Pandemie eines gezeigt hat, dann dass selbst die beste digitale Kommunikation kein Ersatz für die direkte menschliche Interaktion ist. Es ist hierbei die direkte Anwesenheit, die eine bessere Kommunikation zwischen den Projektmitgliedern ermöglicht. Durch die direkte Beteiligung vor Ort wird der Mitarbeiter stärker in den Bearbeitungsprozess eingebunden. Der stärkere Fokus auf das Projekt fördert zusätzlich die agile Teamarbeit.

  1. Individualisierung des Scrum Boards

Seien wir ehrlich: Kein Unternehmen ist wie das andere. Unternehmenskulturen und vor allem interne Arbeitsprozesse sind unterschiedlich. Digitale Scrum Boards können diese individuellen Strukturen nur begrenzt wiedergeben. Das manuelle Scrum Board bietet hier einen größeren Gestaltungsfreiraum. Mit Tafelteilern, Beschriftungen und weiteren Visualisierungen lassen sich Projektthemen darstellen, die genau auf das Unternehmen und auf die jeweiligen Teamanforderungen zugeschnitten sind. Zugleich wirkt das Scrum Board dadurch professioneller.

Fazit – Das manuelle Scrum Board erfüllt nach wie vor eine wichtige Rolle

Schlussendlich ist es vor alle die Einfachheit, weshalb manuelle Scrum Boards nach wie vor eine Rolle spielen. Bereits eine einfache Beteiligung vor Ort kann die agile Denkweise bei einem Mitarbeiter fördern.

Zwar kann man nicht so viele Aufgaben auf dem manuellen Scrum Board abbilden wie beim digitalen Scrum, doch wenn es darum geht, einen übersichtlichen, transparenten und leicht zugänglichen Bearbeitungsprozess einzuführen, ist das manuelle Scrum Board eine hervorragende Wahl.

Immerhin: Agil heißt nicht automatisch digital!

A.Schaaf
administrator
Initiator und Gründer von key2agile. Als zertifizierter Scrum Master (CSM) sowie zertifiziert als Kanban Professional in Management 3.0 sowie OKR Practitioner und Agile Business Coach (Foundation Level) bin ich als Agiler Coach, Trainer und Scrum Master für diverse DAX-Unternehmen tätig sowie für Mittelständische und KMU´s. Dabei verfolge ich immer das Ziel "Agilität" erlebbar zu machen und Agile Haltung und Praktiken zu etablieren. „Agilität bzw. Dynamikrobuste Strukturen sind schon bald eine notwendige unternehmerische Basiskompetenz" davon bin ich überzeugt.“

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